ENERGIE und KLIMA-Politik D / EU

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Pierre Baygorry
von Pierre Baigorry, Musiker.

Wie bei so vielen Problemen, die uns aktuell betreffen, landet man auch beim Energie- und Klimaproblem ziemlich schnell bei grundsätzlicher Systemkritik und der Frage, wo uns Kapitalismus und das dazugehörige, ewige Wachstum hinführen werden.

Im Moment haben wir aber nur das aktuelle System und trotzdem sollten wir uns annähernd in die richtige Richtung bewegen, oder?
Energiewende und Klimaschutz sind ein Projekt für die gesamte Gesellschaft, welches wir nur alle gemeinsam stemmen können.
Und es kann letztlich auch nur international gelöst werden.

Um da wirklich eine Richtungsänderung hinzubekommen, braucht es Länder, die Vorreiter sind und nicht auf die anderen warten.
Wenn Deutschland da weiter mit dabei sein soll  – und das wär doch ein Knaller – dann braucht es, abgesehen von engagierten Politikern, die Bereitschaft in der Bevölkerung, die Energiewende mit allen ungeliebten Begleiterscheinungen (wie beispielsweise neuen Stromtrassen) mitzutragen.
Genauso wie die wachsende Bereitschaft Energie einzusparen, auf Energie zu verzichten …au weia… und die Bereitschaft, unsere Politiker dabei zu unterstützen, auch ein paar Einschnitte durchzusetzen, die vielleicht kurzfristig schmerzhaft sind.
Ansonsten werden die langfristigen Folgen unfassbar schmerzhaft für alle sein!

Wenn aber die Parteien alle Wahlen gewinnen, die tendenziell den moderaten Weg wählen, die versuchen niemandem weh zu tun, dann wird es schwer mit dem konsequenten Klimaschutz.
Denn natürlich gibt es hunderte gute und verständliche Gründe, warum man eine Politik, die angeblich Industrie- und damit arbeitsplatzgefährdend ist, nicht machen kann.
Und warum man den Menschen unter keinen Umständen etwas vorschreiben möchte, weil das so unfrei, undemokratisch und irgendwie nach DDR klingt.

Nur: Es bleibt der unverrückbare und in jeder Hinsicht wissenschaftlich belegte Fakt, dass die Kosten astronomisch sein werden, je mehr der Klimawandel voranschreitet, dass Ungerechtigkeit und Unfairness weltweit stark zunehmen werden.
Und genau das wird Demokratie und Freiheit grossen Schaden zu fügen!

Mir leuchtet auch nicht ein, wieso es unfrei oder diktatorisch sein soll, wenn unnötige Energieverschwendung sanktioniert wird.
Erstens schränkt Energie-und Ressourcenverschwendung auch immer die Freiheit anderer, zumindest zukünftiger Generationen ein, und zweitens redet ja niemand davon, dass Fahrer grosser Autos oder Vielflieger in den Knast sollen, oder dass das Kaufen von Wasser aus Plastikflaschen (welches meist aus anderen Ländern mit viel Energieaufwand in unsere Läden transportiert wird) verboten werden muss.

Aber durch spürbare (!) Steuerabgaben auf all diese Dinge kann die Politik natürlich schon eine Richtung vorgeben und Geld für den Umbau des Energie-oder VerkehrsSystems umleiten.
Das würde vielleicht keinen sofortigen Effekt haben, aber auf Dauer „medizinisch“ auf das Denken und Handeln in der Gesellschaft wirken und damit mittel- und langfristig ganz sicher der Energiebilanz helfen.

Für diese Schritte dürfen Politiker aber von der Bevölkerung und den Medien nicht abgestraft werden.
Und auch die Angst vor schrittweisem Umbau der Industrielandschaft, sollte nicht das Denken bestimmen!
Sondern es sollte mehr von den Chancen, die das neue System bietet, geredet werden und ein Modell zum Nachahmen und Verbessern geschaffen werden, finde ich.

Dabei bin ich bei mir selber angekommen.
Und weil ich selbst natürlich auch immer wieder einen Tritt in den A… brauche, wird gerade eine Liste für GehtAuchAnders.de zusammengestellt, die mir und uns Möglichkeiten aufzeigt, unser Leben energiesparender zu gestalten.
Demnächst auf dieser Internetseite …
Let´s work together!