Einladung: Diskussionsrunde „Hilfe für Flüchtlinge – wie?“

am Montag, 12.1.2015
im Heimathafen Neukölln (Studio, oben)
Karl-Marx-Straße 141, U7 Karl-Marx-Straße
um 20.00 Uhr

Flüchtlings- und Migrationspolitik treiben derzeit viele Menschen und GehtAuchAnders um. Hin- und hergeschaukelt zwischen Spendenaufrufen für Flüchtlingslager und Besorgnis erregender Pegida-Panik, zwischen Mitleid mit den Boat People und Groll auf Drogendealer im Görlitzer Park treiben wir in ein Szenario hinein, auf das weder die große Politik noch die Bürger vorbereitet zu sein scheinen.

So, als ob es nicht absehbar gewesen wäre, dass viele Menschen in Europa und gerade auch in Deutschland Zuflucht suchen werden. Vielleicht wollte man sich auch nicht vorbereiten und ganz auf das Aufrüsten der Außengrenzen Europas setzen?

Die Wahrnehmung in der Bevölkerung reicht leider von „Deutschland schafft – “ bis „Europa schottet sich ab“, wobei letzteres auf Tatsachen und ersteres auf Ressentiments beruht.

HILFE?

Fluchtursachen gibt es viele, oft sind sie durch eine ungerechte politische und wirtschaftliche Weltordnung mit in Europa verursacht. Hierfür die Konsequenzen in Form von Flüchtlingsströmen mitzutragen, überfordert viele Menschen, sie sehen ihre Identität in Gefahr; als Parole zusammengefasst: „Freier Warenverkehr: ja! Freizügigkeit für Menschen: nein!“.

HILFE!

Neben den Ängsten wächst aber auch bei vielen wie bei uns der Wunsch, den hier ankommenden Menschen zu helfen, sie kennenzulernen und sie bei der Beschaffung von Nahrung, Wohnung und auch Arbeit (wofür viele Menschen hauptsächlich herkommen) zu unterstützen. Auch hierbei gibt es unterschiedliche Ansätze und Bedürfnisse, und oft geraten Helfende und Geholfene aneinander oder auseinander, weil Hilfe nicht gleich Hilfe ist, sondern in erneuter Bevormundung und Manipulation enden kann.

Wir möchten in einer informellen Diskussionsrunde gemeinsam überlegen: „Hilfe für Geflüchtete – wie?“. Wir wollen uns bewusst darauf konzentrieren, was die Politik und der einzelne vor Ort, also bei uns in Deutschland und speziell in Berlin machen kann. Die Themen Außengrenzen und eine gerechtere Welt wollen wir an diesem Abend nicht in den Mittelpunkt stellen – so wichtig sie auch sind!
Wir haben dazu Personen eingeladen, die uns hoffentlich durch ihre Erfahrungen hierfür Ideen geben können:

  • Adam Bahar – Geflüchteter aus dem Sudan, Teilnehmer des „Marsch nach Berlin“
  • Berenice Böhlo – Rechtsanwältin „www.aufenthaltundsoziales.de“
  • Marcus Staiger – Journalist u.a. „Vice Magazin“
  • Heiko Habbe – Jesuiten Flüchtlingsdienst
  • Moderation & Begrüßung: Richard Haus & Jakob Preuss und das ganze Team von GehtAuchAnders!

Es gibt einen Barbetrieb zur Selbstversorung mit Getränken.
Um Anmeldung unter redaktion@geht-auch-anders.de wird gebeten.