Benedict Schöppl: Für die Einführung des Gendergaps

In der gesamten Medienwelt, hat das Outing von Thomas Hitzlsberger das Thema Homosexualität und Transgender wieder auf den Plan gebracht.

Neben der, meiner Meinung nach selbstverständlichen, Gleichberechtigung aller Menschen, egal welcher Ethnie oder Sexualität, ist es auch wichtig, dass das Geschlecht keine Auswirkung darauf haben sollte wie Menschen andere Menschen behandeln.
Sexismus ist eine der übelsten Eigenschaften der heutigen Gesellschaft und hat sich längst über den Stammtisch hinaus in unserer Mitte breitgemacht.

Daher halte ich es für sehr wichtig, dass bereits in Texten, ob nun in der Schule, an der Uni, im Bundestag oder eben hier bei GehtAuchAnders, alle Geschlechter gleichermaßen berücksichtigt werden.
Dies gelingt allerdings nicht indem Mensch lediglich die beiden konventionellen Geschlechter Mann und Frau nennt.
Es gibt schließlich auch Männer die sich als Frauen fühlen, Frauen in Männerkörpern oder eben Menschen die sich in keiner Weise mit einem der herkömmlichen Geschlechter identifizieren können und/oder wollen, da sie sich dadurch in festen Rollen verankert sehen.
Damit Menschen in ihren Texten auch diese Personen mit einbeziehen, müssen sie den Gendergap benutzen. Das bedeutet aus Schülerinnen und Schüler wird Schüler_Innen, aus Künstlern wird Künstler_Innen und aus Politikern wird Politiker_Innen. So decken Autor_Innen nicht nur die konventionellen, von der breiten Masse akzeptierten, Geschlechter ab, sondern sie lassen durch die Lücke platz für alle oben genannten und noch mehr.

Foto: Gendergap (junge-gruene.at) via Flickr (CC BY NC 2.0)