Maren Müller, Betriebswirtin

Die Interessen von Erwerbslosen und sozial Schwachen finden seit der Entsozialdemokratisierung der SPD immer weniger Berücksichtigung. Es hat sich eine starke Tendenz zur Entsolidarisierung der Gesellschaft etabliert, die nicht davor zurückschreckt Minderheiten zu diskriminieren, auszubeuten und zu entrechten.

Mittels Sanktionen werden beispielsweise ALGII-Empfänger dazu gezwungen jede noch so unzumutbare Tätigkeit anzunehmen und selbst kleinste Verfehlungen wie das Versäumen eines Termines werden geahndet, indem durch Sanktionierung das Existenzminimum unterschritten und die Menschen in Obdachlosigkeit, Hunger und Elend getrieben werden können.

Deshalb engagiere ich mich bei den Mitläufern. Wir begleiten unsere erwerbslosen Mitmenschen zu Behördengängen und stellen sicher, dass eine angemessene Beratung und Betreuung ohne Schikane und Willkür erfolgt und vor allem die Auszahlung der dringend benötigten Hilfen zum Lebensunterhalt ohne Einschnittte erfolgt.

Ein großer Schritt zur Unabhängigkeit und damit auch zum Glücklichsein wäre die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens. Die Freiheit zu individuellen Lebensentwürfen jenseits von staatlichem Arbeitszwang, die Freiheit ”Nein” sagen zu können und Luft zum kreativen Atmen wären erste Schritte zu mehr Menschlichkeit und Glück auch für Menschen ohne große Lobby.

Solange Leute in ”Führungspositionen” sich schamlos und ohne Grenzen ungestraft auf Kosten der kleinen Leute selbst bedienen können, während Millionen Menschen von der Hand in den Mund leben, ist Gerechtigkeit in diesem Land nicht hergestellt.

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