Maximilian Boquoi, Musiker

Die drei legendären Affen, vielfach für Karrikaturen aller Art missbraucht, leider auch für politische. Das Schöne an einer Karrikatur ist, dass sie eben nicht ganz die Wahrheit darstellt. Das Traurige an ihr ist, dass sie es eben doch tut.

Das Deutschland, das ich kenne und kennen lernen darf, jeden Tag an dem ich hinausgehe, ist ein anderes, als das, was ich im Bundestag, in Gremien, sogenannten Expertengruppen und anderen politischen Organisationen sehe.

Das Deutschland das ich kenne ist jung, dynamisch, voller Energie, kreativ, wissenschaftlich, vielseitig, integriert, abwechslungsreich, tolerant, emanzipiert, voller Emotionen, poetisch, schön, reif und neu. Aber auch wütend, kritisch, intelligent, traurig, fröhlich, bewegt, bereit zu sagen was es denkt und nicht willens, wegzublicken.

Schaue ich mir die Politik an, so enttäuscht sie mich. Egal, wo ich hinblicke, sie ist veraltert, weltfremd, unorganisiert, steif, abhängig.

ABER: das ist (leider) kein Problem der Regierung. Die regierenden Parteien und das was sich gerne mal ”Opposition” nennt sind sich zu ähnlich geworden. Die Unterschiede sind minimal.

Und nun bin ich wieder bei den drei Affen vom Anfang. Wir brauchen keine neue Regierung. Wer für die nächsten 4 Jahre die bessere Alternative ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber generell sollte eine Nachricht an die Politik gehen:

Wir brauchen neue, junge, frische, ehrlich Politiker. Politiker, denen wir vertrauen können, weil es ihnen nicht ums Geld oder um die Macht geht. Politiker, die wir wählen, weil sie auf Inhalte setzen und nicht auf x-beliebige Personen auf Wahlplakaten mit austauschbaren Floskeln.
Werte sollten wieder gewichtet werden.

Damit die Affen eines Tages aufschreien, weil sie sehen und hören, wieviel sie verpasst haben.

Maximilian Boquoi, 19 Jahre, Musiker.